| Die Begegnung mit dem spanischen Maler César Manrique,
der sich auf der landschaftlich eigen- und einzigartigen Insel Lanzarote
sein Künstlerdomizil errichtet hatte, bewirkte bei Rainer Stocké eine
intensive Beschäftigung mit der Farbe, mit der Fläche, mit dem Material.
Seine monchromen Bildtafeln, die durch ihre Risse und Schrunden, und
ihre Farbnuancen einen Reliefeffekt erzielten, sind wunderbare Hommagen
an den großen spnischen Künstlerfreund, aber auch Hommagen
an die Landschaft, ihre Strukturen und ihre Farben, die den Maler immer
aufs neue verblüffen
und herausfordern. Hatte man bei den früheren Arbeiten als Betrachter
und Beobachter des Werks stets den Endruck, dass da einer vor Ideen fast
überquoll, ja dass die Leinwand, die Bildtafel, nicht reichte, um
seine Bilder im Kopf zu realisieren, so wren viele Freunde des Künstlers
damals
überrascht von der Ruhe und Kontemplation, die diese Gemälde
ausstrahlten.
Dem Einfluss Manriques und der damit verbundenen eigenen
künstlerischen
Weiterentwicklung ist es zu verdanken, dass Rainer Stockés Kunst
Ende der 80er Jahre jene Wendung hin zum Sinnlichen erhielt, die seither,
so verschieden die Bildinhalte sein mögen, sein Werk auszeichnet.
Karlfried Geissler
in dem Buch „Sinne"
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