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Identität Ist es möglich Identität neu zu finden? Dieses Thema hinterfragt Rainer Stocké in seinen neuesten Werken. Die nüchterne Feststellung, dass alles Leben so schnell vergänglich sein kann, hat vieles auf den Prüfstand gestellt. Die neuesten Werke sprechen für ihn und damit für sich selbst.In der Psychologie wird unter Identität häufig die Summe der Merkmale verstanden, anhand derer ein Individuum von anderen unterschieden werden kann. Diese Identität erlaubt eine eindeutige Identifizierung in physiologischer Hinsicht. Das klingt kompliziert, ist aber für jeden von uns letztendlich der Stempel der die Persönlichkeit prägt. Identität entwickelt sich; sie ist bei der Geburt anfänglich nicht vorhanden, entsteht aber innerhalb des gesellschaftlichen Erfahrungs- und Tätigkeitsprozesses, das heißt im jeweiligen Individuum als Ergebnis seiner Beziehungen zu diesem Prozess als Ganzem und zu anderen Individuen innerhalb dieses Prozesses. Wer die neuesten Bilder von Stocké genauer betrachtet, dem wird deutlich, welche Entwicklung er genommen hat. Identität gilt unter vielen Wissenschaftlern als einen selbstreflexiven Prozess des Individuums. Ein Mensch stellt demnach Identität über sich her, indem er verschiedene Arten von Erfahrungen, so zum Beispiel innere, äußere, aktuelle sowie gespeicherte, über sich selber verarbeitet. Teilbereiche der Identität eines Menschen sind das Selbstkonzept, das Selbstwertgefühl und die Kontrollinstanz. Die Aufgabe des Individuums besteht nun darin, diese drei Instanzen miteinander in Verbindung zu setzen. Genau diese Aufgabe setzt Stocké in seinem künstlerischen Schaffen um. Es liegt am Betrachter, Stocké zu erspüren und er wird erstaunt sein, welch innere Kraft in diesen Bildern liegt.Dieter Mauer |
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